Ja, ich will… Die amtlichen Hochzeitsvorbereitungen

Papierkram…was für ein leidiges Thema! Blöd nur, dass es ohne einfach nicht geht, denn am Vorhandensein aller vollständigen Dokumente liegt es nämlich, ob man heiraten kann, oder eben nicht.

Dabei muss jedes Brautpaar in der Schweiz ein sogenanntes Ehevorbereitungsverfahren durchlaufen. Wenn ihr euch darunter nun vorstellt, dass ihr analog dem Film „ Lizenz zum Heiraten“ bei einem Pfarrer einen Ehecrashkurs machen müsst, der euch auf Herz und Nieren und weit darüber hinaus prüft, weit gefehlt, obwohl ich euch den Film echt empfehlen kann.

Das Ehevorbereitungsverfahren ist die Feststellung durch das Zivilstandsamt am Wohnsitz der Braut oder des Bräutigams, ob ihr die Ehe schliessen dürft. Dieses Ehevorbereitungsverfahren könnt ihr frühestens 3 Monate bis 11 Tage vor der Eheschliessung durchführen lassen. Nach dem amtlichen „go“ habt ihr dann eine 10-tägige Wartefrist, bis die Ehe geschlossen werden kann.

Sobald ihr beim Standesamt vorstellig werdet, achtet unbedingt darauf, dass ihr alle relevanten Formulare mit dabei habt. Dazu zählen bei Schweizer Bürgern insbesondere eine Wohnsitzbestätigung für jeden von euch Beiden, sowie einen Personenstandsausweis, obwohl dieser heute nicht mehr überall zwingend Pflicht ist und er teilweise auch vom zuständigen Zivilstandsamt online eingesehen werden kann. Aber sicher ist sicher. Ausserdem müsst ihr eine gültige Identitätskarte oder einen gültigen Pass mitbringen sowie ein entsprechendes Formular, in dem ihr deklariert, welche(n) Name(n) ihr als Ehepaar tragen wollt. Informiert euch doch vorab im Internet, was möglich ist, denn seit 01.01.2013 gibt es dazu eine neue Regelung. Ausländische Staatsangehörige sollten sich frühzeitig auf ihrem Standesamt über die notwendigen Papiere und allfällige Übersetzungen informieren.

Habt ihr alle Unterlagen zusammen, dann vereinbart auf dem Zivilstandsamt eurer Wohngemeinde einen Termin, um der Eheschliessung einen Schritt näher zu kommen.

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